Laserdrucker als Arbeitsplatzdrucker konfigurieren

Ziel:

  • an jedem einzelnen Medistar-Arbeitsplatz soll ein Laserdrucker stehen, um direkt beim Arzt-Patientenkontakt das benötigte Formular auszudrucken
  • die Rezepte sollen längs (hochkant) eingezogen werden, da dies auch nahezu alle Laserdrucker technisch können

Hardwarevorgaben:

  • Laserdrucker mit zusätzlichem Einzelblatteinzug
  • in das Papierfach kommt Blankopapier A5
  • der Drucker ist lokal an der Workstation als Windows-Drucker installiert (USB, etc.)

1. Konfiguration Blankoformularbedruckung:

1.1. Windows-Konfiguration

Der Laserdrucker ist bereits mit Standardkonfiguration unter Windows installiert, in unserem Beispiel unter dem Namen „Brother HL-2250DN series“. An dieser Konfiguration muss meist nichts geändert werden, so ist z.B. bei der Seitenformateinstellung A4 eingestellt. Das macht hier keine Probleme – Windows regelt das bei Zugriff auf die A5-Blankoformulare selbst. 

 

 

Sollte das nicht funktionieren können die Vorgaben bezüglich der Papiergröße und des Schachtes verändert werden: 

 

1.2. Medistar-Konfiguration

In Medistar muss nun der Drucker als Windowsdrucker konfiguriert werden. Dazu Aufruf von „IWPD“ im Befehlsfenster („IWPS“, wenn man mit taskspezifischer Druckerkonfiguration arbeitet). Hier muss der Drucker in Medistar integriert werden: im oberen Fenster (Installierte Windows-Drucker) den eben konfigurierten Laserdrucker auswählen, im unteren Fenster (Medistar Windows-Drucker) die gewünschte Position markieren (sollte die Position 1 sein, um das Arbeiten zu erleichtern – siehe unten), dann mit Klick auf „Hinzufügen“ bestätigen. 

Ergebnis

Wird nun ein Blankoformular aufgerufen erscheint nach Erstellung im Vorschau-/Druckdialog automatisch unser an Position 1 installierter Laserdrucker („Brother HL-2250DN series“) – das Formular wird korrekt gedruckt.

2. Konfiguration Rezeptbedruckung:

2.1. Windows-Konfiguration

Nun sollen vom gleichen Drucker auch Rezepte über den Einzelblatteinzug gedruckt werden. Damit das so funktioniert muss der Drucker ein zweites Mal unter Windows installiert werden: Über die den Windows-Start-Button (Win7) das Fenster „Geräte und Drucker“ aufrufen, dort dann „Drucker hinzufügen“ anwählen (heute i.d.R. ein virtueller Druckerport per USB – heisst dann typischerweise USB001 o.ä.),  
Im Dialog dann „lokalen Drucker hinzufügen“ und den entsprechenden Anschluss auswählen, an dem der Drucker hängt. Nun muss noch der Treiber ausgewählt werden (im Beispielfall also natürlich wieder der Treiber von Brother). Danach muss noch ein Namen für den „neuen Drucker“ vergeben werden, hier wählt man etwas mit gutem Erkennungswert, z.B. „Rezeptdruck laengs“. 

Nun muss der „neue Drucker“ noch für den Rezeptdruck konfiguriert werden: Im noch geöffneten Fenster Geräte und Drucker erscheinen bei Rechtsklick auf den „Brother HL-2250DN series“ nun Einstellmöglichkeiten zu diesem und dem eben neu installierten Drucker. Hier werden die Druckeinstellungen des Druckers „Rezeptdruck laengs“ angewählt.

 

Nun wird der Drucker noch auf das Format A6 quer eingestellt (Achtung – die Rezepte liegen zwar längs im Drucker, sollen aber quer bedruckt werden!). Bei der Papierquelle wird „Manuell“ eingestellt. Das ganze muss durch „Übernehmen“ bestätigt werden und wird so zum neuen Standard für diesen Drucker.

2.2. Medistar-Konfiguration:

Auch hier muss Drucker wieder als Windowsdrucker konfiguriert werden.
Dazu Aufruf von „IWPD“ im Befehlsfenster („IWPS“, wenn man mit taskspezifischer Druckerkonfiguration arbeitet). Drucker in Medistar integrieren: im oberen Fenster (Installierte Windows-Drucker) den eben konfigurierten Drucker „Rezeptdruck laengs“ auswählen, im unteren Fenster (Medistar Windows-Drucker) die gewünschte Position markieren (kann an letzter Position stehen – spielt keine Rolle) dann mit Klick auf „Hinzufügen“ bestätigen. 

Als letzte Maßnahme muss der Drucker nun als Formulardrucker in Medistar definiert werden: Aufruf von „IDFM“ im Befehlsfenster. Dort im Pull-Down-Menü den Drucker auswählen (im Beispiel „Rezeptdruck laengs (WIN)“). Mit den Parametern rechts oben kann die Einzuglänge, sowie der Randabstand links eingestellt werden – das empfiehlt sich aber erst nach Ausprobieren der ersten Druckergebnisse zu verändern und stellt die einzige „Tüftelarbeit“ an der Druckereinstellung dar. Die weiteren Parameter lässt man unberührt! Abschließend freilich Bestätigung mit „Ok“. 

Ergebnis

Wird nun ein Rezept aufgerufen lässt man in der Druckvorschau den Drucker einfach auch „INST-Einstellung“ stehen – es wird der neue Rezeptdrucker angesprochen.

6 Kommentare

  1. Ergänzend grob die Konfiguration für „vollen BFB-Duck“ (Blanko A4+A5) und 2 Rezeptschächte (Kasse + Privat/Grün) mit einem 4-Schacht-Drucker.
    In diesem Beispiel werden allen Formularen/Rezepten die entsprechenden Windowsdrucker fest zugeordnet. Eine IWPD/IWPS-Einbindung des „Blankodruckers“ an Position 1 oder eine Änderung des Windows-Standarddruckers erfolgen nicht (obwohl natürlich auch möglich). Des weiteren werden für den Rezeptdruck keine Änderungen am Medistar-Formulardrucker über IDFM vorgenommen.

    Hierzu werden zunächst im System 3 Drucker (Blankodruck, Kassenrezepte, Privatrezepte) mit jeweils korrekter Zuordnung Fach-> Papiergröße und ein benutzerdefiniertes Papierformat* (z.B. „Medistar-Rezepte“ 125x148mm) angelegt.
    * (wird benötigt, um ein Rezept auf einem Medistar-Windowsdrucker korrekt positioniert ausgeben zu können. siehe weiter unten)

    Anschließend werden diese Drucker per IWPD/IWPS in Medistar eingebunden. Wichtig hierbei ist, daß im Mehrplatz- bzw. Mehrdruckerbetrieb funktionsgleiche Drucker die gleiche Listenposition in Medistar erhalten.

    Nun kann man die entsprechenden Drucker (bzw. Windowsdrucker-Listenpositionen) in den globalen Druckeinstellungen des jeweiligen Formulars/Rezepts (Strg-E -> Druck) zuordnen.
    Beim Rezeptdruck über Medistar-Windowsdrucker ergibt sich folgende Schwierigkeit: Da keine negativen Werte für den Einzug engetragen werden können, erfolgt der Druck um ca. 6-7mm nach unten versetzt (zumindest mit dem hier verwendeten HP P3015). Dies läßt sich durch die Nutzung des oben erwähnten benutzerdefinierten Papierformats (20mm -also an beiden Seiten 10mm- breiter als Standard-A6) und einen entsprechenden positiven Einzugswert beheben.

    1. Hierfür ist mit leider keine Einstellung bekannt. In IDFM kann man zwar den Seitenrand verändern, der wirkt sich dann aber nicht auf den Ausdruck aus!

  2. Im Zusammenhang mit den Drucker Einstellungen sollte das Kommando IUSR beachtet werden. Es handelt sich um das Kommando für die Einstellung der Benutzerrechte. Unter anderem wird hier die Möglichkeit eingeräumt, die Drucker zu steuern. Ohne richtige Einstellung erscheint z.B. bei IWPD eine Überschrift Konfiguration (Info) … also nur anzeigende Rechte. Es gelingt dann nicht, die Windows Drucker in medistar anzumelden. Es wird für IUSR ein Masterpasswort benötigt .

    Über FA und Numer 90, Drucker für Formulate aufnehmen, fehlen diese dann. Die Druckerei unter medistar ist ziemlich konfus. Man ist schon ordentlich beschäftigt bis es läuft. Leider funktioniert die Online Hilfe nicht an dem System, an dem die Erfahrungen gesammelt werden „durften“.

    Danke für den Hinweis zu IWPD, IWPC, IWPS. Dieser hat sehr geholfen. Die altbackene Onlinehilfe im Programm funktioniert leider nicht, wie erwähnt.

    Die Formulare stellt man mit IWPD ein. Schriftsatz in allen Fällen Courier New, Es empfiehlt sich jeden Drucker in der Systemlandschaft absolut gleich einzurichten. Das spart viel Arbeit.

    Im Netzwerk hat man eigentlich gleiche Arbeitsplätze. Bei medistar sieht es anders aus. Viele Arbeitsplätze und alle unterschiedlich. Eine Idee wäre virtuelle Systeme zu nutzen. Mal sehen, vielleicht beschreibe ich mal einen Lösungsansatz. Das spart ganz sicher Geld, der Support wird vermutlich weniger benötigt. Ein virtuelles System lässt sich leicht sichern und es verliert sich der Schrecken, wenn ein System im Behandlungszimmer wegen eines Problems ausfällt. Anderes System hinstellen, Thin Client z.B. und virtuelles System auf externer Platte starten.

  3. Wo ist der Unterschied zwischen taskspezifischer und nicht-spezifischer Installation? Was empfehlen Sie, wenn ich an einem PC mit zwei Tasks arbeite und von beiden, diesen Drucker ansteuern möchte?

    1. Die nicht-taskspezifische Konfiguration ist genau für Ihren Zweck gedacht: Sie stellen per IWPD die Defaultkonfiguration ein und jeder Task an dieser Workstation kann diese Einstellung dann nutzen!

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